Sind meine Kinder unkreativ?

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit HP

«Mama, schau mal!», ruft das Kind begeistert, und hält mir ein Blatt Papier entgegen, auf dem mit Buntstiften in hauchdünnen Linien Kreise und Kritzeleien gezeichnet sind. So hauchdünn, dass ich zweimal hinschauen muss, um überhaupt was anderes als ein weisses Papier zu sehen. Und auch beim zweiten Blick kann ich nicht ausmachen, ob das Kind jetzt was Plastisches gemalt hat oder schlicht Farbstifte meditativ übers Papier fahren liess.
Entsprechend zögere ich mit meiner Reaktion. Denn «Oh schön!» scheint mir irgendwie deplatziert. An dieser Zeichnung ist nichts wirklich schön – man sieht sie kaum – und mein Übermütterliches Ich sagt mir, andere in dem Alter malen bereits Tiere, Häuser und Menschen in den korrekten Dimensionen. Trotzdem. Das Kind hat sich ungefragt kreativ betätigt. Das ist schön. Zumindest für mich.

Entscheide mich für «Oh wow, was hast du denn da gezeichnet?». Das Kind beginnt zu erzählen und sieht in den zarten, unstrukturierten Linien die ganze Welt.

Meine Kinder. Sie sind nicht unkreativ. Sie sind auch nicht bastelunmotiviert. Sie sind einfach eigenwillig.

Sie malen, wann sie wollen. Was sie wollen. Und mein Herz, welches dafür schlägt, meine Kinder wenn möglich jederzeit zu fördern, ihnen neue Dinge zu zeigen, sie anzuleiten – es pocht bezüglich Kreativität ins Leere.

«Darf ich dir was zeigen?», frage ich jeweils, im Hinterkopf Kindergarten und Schule, wo ein Auto auch als Auto erkennbar sein sollte.

NEIN!

Lautet jeweils die entschiedene Antwort.
Weihnachtsgeschenke unter Anleitung selber basteln? Machbar, aber schwierig. Geburtstagskarten für Grosseltern, Gotti und Götti malen: Manchmal möglich, häufig nicht.

Ich habe nicht das Gefühl, meine Kinder müssen nonstop basteln, kreativ sein und auf Mini-Picasso-Stufe malen können. Aber zuweilen frustriert mich der grosse Haufen fahrig bemalter Blätter, der sich auf unserem Kreativtisch ansammelt und davon zeugt, dass meine Kinder zwar einen grossen Drang haben, sich künstlerisch auszudrücken – jedoch dankend auf jegliche Erwachseneninputs verzichten. Was mache ich mit dreissig Blättern im nahezu unsichtbaren Freestyle-Look bemalt?

Beruhigenderweise treffen sich meine und meiner Kinder Vorstellung vom Malen und Zeichnen doch immer wieder mal in unerwarteten Momenten. Manchmal inspirieren mich ihre kreativen Werken zu ungeahnten Bastelideen. «Lass uns doch daraus Wimpelketten basteln», werfe ich ohne grosse Erwartungen ein. Und dann wird aus einer Idee ein Nachmittagsprogramm und wir basteln unzählige Wimpelketten, hängen sie überall hin – vorzugsweise an den in Erwachsenenaugen unpassendsten Orten, an denen sie dann so lange hängen bleiben, wie das Washitape hält (und das hält zuweilen ziemlich lange).

Oder wir bemalen auch noch Kuverts. In die ich dann all ihre kreativen Werke verpacken darf (soviel zur Frage ‘Wohin mit dem Blätterhaufen?’). Und die ich dann gemäss ihren Weisungen beschrifte und abschicke.

Nein, meine Kinder sind ganz und gar nicht unkreativ. Sie malen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Und ich? Ich lerne, dass ungeahnte Wege zu besseren Zielen führen, als ich sie gehabt hätte.

So haben wir die tolle Wimpelkette gebastelt
Einfach aus den herumliegenden Zeichnungen Dreiecke oder Fähnchen ausschneiden (oder auch extra malen). Zusätzlich haben wir beschlossen, die Ketten mit Fotos zu versehen. Hierfür Bilder auf dem iPhone aussuchen. Anschliessend mittels HP Sprocket App bearbeiten – zur Wimpelkette passten farbige Rahmen, die man wählen kann, perfekt. Anschliessend haben wir die Bilder mit dem Minidrucker HP Sprocket {Werbung} direkt vom iPhone ausgedruckt. Farbige Schnur und kleine Klammern und fertig sind die Wimpelketten.

Toll ist auch, dass man die Bilder dann, wenn die Wimpelkette ausgedient hat, weiter verwenden kann. Sie sind nämlich selbstklebend und eine weitere Idee (noch nicht ausgeführt) wäre, dass wir die Fotos auf weitere, selbstbemalte Karten kleben und die dann so verschicken. Oder – was wir auch schon gemacht haben: Die Bilder gleich für die Fotobücher verwenden, die wir fast wöchentlich ausfüllen dürfen. So haben wir immer kreative Bilder zur Auswahl oder können sie bei Bedarf sofort mit dem HP Sprocket New Edition ausdrucken {Werbung}.

 

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