Ideen für die Snackbox – kreativ, realistisch oder last-minute

Dieser Beitrag entstand in  Zusammenarbeit mit Hero Baby

Wie die Snackbox meiner Kinder für Spielgruppe und Kindergarten aussieht, hängt sehr häufig mit der verbleibenden Zeit bis Abmarsch zusammen. Doch nicht nur das. Nach über einem Monat Kindergarten sind meine Ideen für die Snackbox langsam verkümmert. Der Inhalt wechselt maximal zwischen Knusperschnitten, Riegel und Reiswaffeln plus Früchte der Saison im Schnittpunkt mit Früchten, die das Kind auch isst (also auch da, nicht viel Abwechslung).

Aber – denkt sich die Übermutter: Ich kann doch meinem Kind nicht täglich dasselbe Znüni einpacken?

Entsprechend habe ich mir Inspiration geholt und versucht, realistische Snackbox-Ideen für alle Stufen der verbleibenden Zeit bis Abmarsch zu sammeln. V0n «ein bisschen Schischi» bis zu «Oops, keine Zeit mehr» oder eben «unplugged».

Hier sind sie:

Snackbox 1: Oh là là

Snackbox 1 (noch viiiel Zeit) besticht mit ihren perfekten Pancakes en Miniature – mit oder ohne Heidelbeeren drin. Den Teig mit einem Kaffeelöffel in die Bratpfanne geben, dann passt’s auch in die Box. Serviert mit einer fruchtigen Beilage nach Wahl. | Bilder: Vanessa Käser

Snackbox 2: Calamaro-ho

Snackbox 2 ist eigentlich schnell gemacht. Husch die Knusperschnitte mit Butter oder Frischkäse bestreichen und halbieren. Paar Tomaten als gesunde Beilage und weil Fleisch immer geht: Würstchen einschneiden und als Oktopus drappiert platzieren. Augen hier aus Oliven. Würden bei stürmischer See (aka Kindergärteler auf Trottinett) wohl nicht halten. Aber fürs Bild hat’s gereicht.

Lunchbox 3: Roulade rules

Auch Snackbox 3 gehört zur Kategorie «noch etwas Zeit vorhanden». Beliebige Früchte auf Spiesschen stecken (bei Bedarf die Spiesslispitzen mit einer Schere abgestumpfen). Toastrand abschneiden, mit Nudelholz flach rollen, mit Frischkäse bestreichen und Schinken belegen und aufrollen.

Snackbox 4: Fashionbox

Snackbox 4 benötigt nicht extrem viel Zeit, aber bereits eingekaufte violette Karotten. Wenn das Kind die denn essen mag. Wenn ja, sehen Rüebli in anderer Farbe nach dreimal orangen Stängel in a row nach ‘anders’ aus. Die Toast-Sandwich statt schneiden, ausstechen. Die Resten grad zum Zmorge servieren.

Snackbox 5: Fruits cachées

Snackbox 5: Wenig Zeit, wenn man die Güetzli bereits am Vortag gebacken hat. Sie sind total Kindergarten-approved. Ohne Kristallzucker, dafür mit Birnenstückli (die man nicht rausschmeckt). Das Rezept dazu hier. Serviert mit beeriger Beilage.

Snackbox 6: Gesund und munter

Snackbox 7 kommt ziemlich fresh daher. Mal wieder das Karotten-Orange gegen ein Weiss eingetauscht (wohlverstanden ohne Geschmacksveränderung), Datteln geschnitzt, ein eigenes Tutti Frutti kredenzt und in einem Muffinförmchen serviert. Farbtupfer Gemüse darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Zudem hält sich der Zeitaufwand in Grenzen.

Snackbox 8: die Spiessige

Achtung, für Snackbox 9 nochmal der gerollte Toast im Einsatz (sh. Snackbox 3). Diesmal zerschnitten und aufgespiesst. Einmal mit Schinken und einmal mit Frischkäse. Einmal mit Oliven. Einmal mit Tomate-Mozarella. Und einmal mit Tomate-Schinken. Zeitaufwand auch bei dieser Variante im Bereich «Mol, chame mache».

Snackbox 9: die Schnittige

Snackbox 9, schnittig nicht nur wegen den Knusperschnitten mit Frischkäse versetzt. Auch die Radieschen sind hübsch geschnitten (hier eine Anleitung zum Radieschen-Kronen schneiden – ist echt bubieinfach), ebenso die Mozarella-Sticks. Auch die sind total simpel. Die Augen einmal mehr aus Oliven geschnitten, aber die hier halten wohl nur für’s Foto. Meine Methode der Wahl wären Lebensmittelfarbe-Schreiber (zB sowas hier).

Snackbox 10: mit Jöh-Effekt

Meine Güte, Snackbox 11 ist einfach süss. Nicht inhaltlich, sondern vor allem optisch. Dazu Karotten (orange und weiss) in Rädchen schneiden und mit Ausstecher (wer hat schon keinen Spitzbuben-Ausstecher zuhause?) ausstanzen. Dasselbe gilt für’s Sandwich: Toast streichen und belegen und mit einer Form nach Belieben ausstechen. Die Datteln vierteln und im Muffinförmchen anrichten. Et voilà. Zeitlicher Aufwand: benötigt schon etwas Vorlaufzeit.

 

Soviel zu den Znüniboxen, die eine gewisse Vorlaufzeit benötigen.
Jetzt zu Ideen für die Snackbox, die praktisch innert Sekundenschnelle realisiert sind.

 

Snackbox 11: der Klassiker

Die elfte Snackbox kommt bodenständig daher. Reis- oder Maiscracker gehen immer und haben einen hervorragenden Sättigungseffekt. Mit der Karotte kann die Kindergartenlehrerin dem Kind ein Krokodil, eine Flöte und vor allem: ein Lächeln ins Gesicht des Kindes zaubern. Und damit’s spannend bleibt noch eine Handvol Tutti Frutti in einem Silikon-Muffinförmchen zum Naschen oder Teilen mit den Kamerädli.

Snackbox 12: Gutes Mittelmass

Snackbox Nummer 12 ist mehr als solid. Sie schaut in ihrer Einfachheit trotzdem schick aus. Die kühle Eleganz des Mozarellasticks, das tiefe Pink der Radieschen und die Frische eine knackigen Knäckebrots. Passt. Wer will, kann die rechte Seite auch mit Salzfischli, Salzstängeli oder -brezeli, kleinen Grissini oder ähnlichem füllen.

Snackbox 13: Menage à trois

Drei kleine Kernfrüchte wie hier im Bild Zwetschgen (alternativ auch Pflaumen oder Mirabellen) – wer weiss, ob die Kindergartenlehrerin daraus sogar einen Sperling schnitzen kann. Drei Mini-Riegel von unserem Partner Hero runden die fruchtige Schale ab: Frische Orange und Apfel kombiniert mit kohlehydrathaltigem und entsprechend hungerstillenden Müesli.

Snackbox 14: Peppig-poppig

Snackbox 14 geht sowohl als Last-Minute-Box wie hier abgebildet, kann aber auch in der Streber-Variante kultiviert werden. Indem man das Popcorn aus der (Hero-)Tüte selber macht oder – zu krass – das Popcorn auch noch farbig anmalt (Anleitung hier).

Snackbox 15: Yin-Yang

Auf der einen Seite der Snackbox 15 befindet sich Frische. Knackig, süss, süffig. Gegenüber liegen die kleinen Snackys von Hero, knusprig, umami, trocken. Und wenn aus dem Apfel dann noch eine Fotokamera geschnitzt wird (ich versuch’ zuhause mein Bestes, gemäss Anleitung meines Kindergärtelers die Kamera ebenso cool wie im Kindergarten hinzukriegen, mit wenig Erfolg bisher), ist diese Box in ihrer Schlichtheit und vor allem in ihrer Zeitersparnis schlicht genial.

Snackbox 16: Die Zeit, die Zeit

Ui, jetzt aber. Noch zwei Minuten und dann ist man definitiv zu spät. Und Äpfel hat man auch keine mehr im Kühlschrank. Daher ist diese Variante mit Quetschie und unbestrichenen Knusperschnitten (guckt euch übrigens mal Blumenbrot Knusperschnitten an, die haben eine total tolle Auswahl an Knusperschnitten wie Kokos, Quinoa oder Kastanien, gibt’s in Reformhäusern) solid und für das Kind gar nicht so schlimm, wie man sich womöglich selbst dabei fühlt.

Snackbox 17: Gut gekauft ist gut gegessen

Last but not least: One minute to go. Snackbox 17 bietet alles, was das Kinderherz begehrt. Wie sehr liebe ich unsere Last-Minute-Snack-Schublade, die ich regelmässig auffülle – exakt für Momente wie dieser, in denen einfach ZERO Zeit bleibt, um ein Rüebli zu raffeln oder in denen man den Grosseinkauf für den Vormittag eingeplant hat, die Spielgruppe aber leider bereits VOR dem Einkaufen startet. | Bilder: Vanessa Käser

 

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Hat nicht nur den Master in Psychologie. Sondern ist auch Master im Desaster, was ihr als Aufsichtsperson eines Fünf-, einer Drei- und eines Einjährigen sehr gelegen kommt. War mal Journalistin in Zürich, jetzt ist sie freischaffende Mutter in Bern.
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