Tipps für Wanderungen mit Kindern in der Zentralschweiz

Geordnet von «Da muss man so wenig wandern, da motzt garantiert niemand», bis zu «Nimm starke Nerven und viel Gummibärli mit», hier unsere Top 6 Wandertipps in der Zentralschweiz, die mit kleinen Kindern geniessbar oder zumindest machbar sind.

Spaziergang entlang den Vierwaldstättersee

Wir beginnen ganz gemächlich. Auf einer geteerten Strecke entlang des Vierwaldstättersees, wo fast keine Autos fahren. Und zwar startet ihr beim Dorfplatz in Stansstad. Von dort führt eine kurvige Strasse zwischen Felsen und See nach Kehrsiten, einem kleinen Dorf gleich unterhalb vom Bürgenstock. Die Strecke ist ca 3,5 km lang und wäre auch gut mit dem Velo oder Kickboard zu meistern. In Kehrsiten gibt es mehrere Restaurants sowie einen Schiffsteg. Müde Beine wechseln auf das Schiff, das entweder zum Verkehrshaus, nach Luzern oder Weggis fährt. Alternativ läuft man dieselbe Strecke wieder zurück und gönnt sich im Seebad Stansstad eine Abkühlung. 

Pilatus Rundfahrt

Der «Drachenberg» Pilatus bietet beinahe unzählige Möglichkeiten für die gesamte Familie. Wer es abwechslungsreich und gemütlich mag und einen ganzen Tag zur Verfügung hat, für den ist die «goldene Rundfahrt» das Richtige. Von Luzern aus geht es mit dem Schiff (immer ein Highlight für Kinder) nach Alpnach. Dort steigt man um auf die Zahnradbahn, mit der man innert 30 Minuten auf den Pilatus gelangt. Die steile Zahnradbahn ist wirklich ein Erlebnis und mit etwas Glück erspäht man während der Fahrt sogar Gämse.

Da die Bahn nur beschränkt Platz bietet, lohnt es sich, in der Hauptsaison früh unterwegs zu sein. Denn es kann vorkommen, dass man ansonsten in Alpnach bis zu zwei Stunden warten muss. Mit Kindern nicht gerade ein Vergnügen.

Auf dem Pilatus selber gibt es viel zu entdecken und die Aussicht ist schlicht atemberaubend. Dies wird eure Kinder leider nicht wirklich interessieren. Mit der Geocaching-App bringt man die Kleinen aber fast freiwillig noch auf den höchsten Punkt des Berges, denn dort ist ein Cache versteckt.

Mit der Seilbahn geht es vom Bergspitz weiter zur Fräckmüntegg. Dort ist bei schönem Wetter die Rodelbahn in Betrieb und ein Seilpark lädt Mutige in die luftige Höhe ein. Es hat sogar einen Parcours für die ganz Kleinen.

Von der Fräckmüntegg kann man entweder gemütlich zur Krienseregg runterwandern (ca 1 – 1,5h: Stichwort Gummibärli), oder alternativ die Seilbahn nehmen. Auf der Krieseregg befinden sich der grosse Drachenspielplatz mit vielen Feuerstellen, Wasser zum Götschen, einem Drachenmoor und einem Restaurant für das verdiente Glacé, das man den Kids seit drei Stunden versprochen hat. Alleine auf der Krienseregg kann man sich locker einen ganzen Nachmittag verweilen. Es lohnt sich bei kleinerem Budget oder weniger Zeit auch einfach, von Kriens aus mit der Seilbahn eine Station raufzufahren und dort zu verweilen.

Golzernsee

Letztes Jahr kursierte im Netz ein Video von einer Frau, die auf einer Bergstrasse retour einem Postauto ausweichen muss und dabei kläglich scheitert. Die Frau war zwar nicht ich, aber ich hätte es sein können. Denn mein Mann fand es lustig, mich genau diese Strecke ins Maderanertal im Kanton Uri fahren zu lassen.

Was ich eigentlich sagen will: Schon die Anfahrt zur Seilbahn Golzern in Bristen (UR) ist abenteuerlich.

Das Abenteuer geht weiter mit der kleinen Seilbahn, die wirklich sehr steil gebaut ist. Und ruckelt. Und alt ist. Aber alle nervlichen Strapazen lohnen sich, denn oben landet man in einem kleinen Paradies. Ein kurzer (ca. 40 Minuten) Wanderweg führt zum Golzernsee, der umgeben ist von vielen Feuerstellen. Wer sich traut, kann zum Floss schwimmen. Wir (also mein Mann) haben unser SUP (stand up paddle) mitgeschleppt und so den See erkundet. Das Coole bei diesem Ausflug ist, dass sich die Wanderung beliebig ausbauen lässt. Wir haben es nur zum See und wieder zurück geschafft, da unsere Kids sich dort so toll beschäftigt haben. Die Gummibärli (siehe Einleitung) hab übrigens ich alle schon auf der Hinfahrt gegessen… 

Bannalp

Die Bannalp ist ein echt urchiger Geheimtipp und mein leiser Favorit. Weil: Keine Touristen, viel Natur.

Mit dem Auto oder Bus geht es nach Oberrickenbach im Engelbergertal. Dort oben ist alles ganz simpel gehalten: Es gibt ein rotes und ein blaues Bähndli. Mit dem alten «bläie Bähndli» geht es weiter bergauf, in eine atemberaubende Landschaft. Oben angekommen startet der «Zwergliweg», eine liebevoll und abwechslungsreich gestaltete Geschichte mit verschiedenen Etappen, entlang dem wunderschönen Bannalpsee. Die reine Wanderzeit beträgt nur eine knappe Stunde und ist dank wenigen Höhenmetern auch für kleine Füsse gut zu bewältigen. Etwa in der Mitte des Rundgangs, wo der Bach in den See mündet, hat es verschiedene Brätelstellen und für die Kinder viele Gelegenheiten, um sich zu beschäftigen. Und Kühe. Viele Kühe. Viele kontaktsuchende Kühe.

Mit Kühen Picknicken – irgendwas zwischen unheimlich und unheimlich faszinierend.

Mutige können sich Badehose anziehen und in den Bergsee wagen.

Baden am Bergsee. Für besonders Mutige (da kalt).

Nach der Pause geht es gemütlich weiter, bis zum «rote Bähndli», das einen wieder nach Oberrickenbach runter bringt. Die Wanderung lässt sich natürlich beliebig erweitern. Ausserdem gibt es in Oberrickenbach einen kleinen Zeltplatz, falls man gleich ein ganzes Wochenende an diesem schönen Fleck Erde verbringen möchte.

Und euch würde das natürlich nicht passieren, aber ich habe bei unserem letzten Besuch nicht ganz gepeilt, dass wir auf beinahe 2000 Meter raufgehen. Das kann auch im Juli ganz schön kalt sein. Ohne Jacke. Nehmt also vorsorglich eine mit. Oder zwei.
http://bannalp.ch/

Wirzweli Hexenweg

Als wir den Hexenweg das erste Mal besuchten, war die Vorfreude so gross, dass K2 knapp vor dem Eingangstor zum Hexenweg stürzte und statt der Wanderung die Notaufnahme von Stans kennen lernte. Der Hexenweg ist aber so toll und liebevoll gemacht, dass es uns nichts ausmachte, ihn auch ein zweites Mal zu besuchen. Dallenwil ist super mit den ÖV zu erreichen. Vom Bahnhof gelangt man nach einem kurzen Fussmarsch zur Seilbahn, die einen zum Wirzweli bringt. Dort trifft man auf einen tollen Abenteuer-Spielplatz (Achtung: Wasser!), und eine Rodelbahn. Etwa eine Viertelstunde weiter erreicht man zu Fuss ein kleines Seilbähndli, das einem zum Start vom Hexenweg fährt. Durch ein grosses Tor tritt man ein, in den Hexenwald, und erlebt nun verschiedene Abenteuer. Ich selber bin kein Hexen-Fan und war deshalb ein bisschen skeptisch. Aber das Ganze ist herzig und nicht «gfürchig» aufgebaut.

Mit dem Hexenbesen durch den Wald fliegen…

Der Weg geht etwa 1,5 Stunden bergab. Schön in der Mitte hat es eine Brätelstelle, die zum Verweilen einlädt.

Auf dem Wirzweli kann man auch sonst noch ganz viel unternehmen und entdecken. Checkt unbedingt vorgängig die Homepage, denn es gibt oft tolle Angebote für Familien.
https://www.wirzweli.ch/de/

Felsenweg Bürgenstock

Jetzt wird es etwas anspruchsvoller. Aber immer noch nicht SAC Liga. Ausgangspunkt ist das Bürgenstock Resort. Von dort führt der Felsenweg zum Hammetschwand Lift (den einst schon Audrey Hepburn benutzt hat) und dann schön durch den Wald wieder zurück zum Resort.

Meine Nerven sind zeitweise zwar etwas angespannt, wenn sich unsere vier Kids den Weg entlang schubsen, aber die Aussicht ist so schön! Soooo schön!!! Man sieht über den Vierwaldstättersee direkt nach Luzern, hat den Pilatus im Blick und ach… es ist einfach schön. Glaubt mir einfach.

Der Weg an sich ist nicht wirklich anspruchsvoll, aber man muss den Kids stellenweise schon klarmachen, auf welcher Seite sie gehen dürfen. Denn der Name vom Weg ist Programm: Er führt schön dem Felsen entlang bis zum Lift. Der Lift kostet 15 Franken (bzw. 7.50 für 6-16J), und ist meiner Meinung nach ein «must do». Weil: DIE AUSSICHT!!! Und es ist ein tolles Erlebnis, mit diesem Lift quasi über dem See zu schweben. Also nur für Schwindelfreie.

Oben angekommen hat es ein kleines Restaurant und die Möglichkeit zum Picknicken. Weiter geht es durch den Wald wieder zurück zum Bürgenstock Resort. Alles in allem etwa zwei Stunden Wanderzeit. Je nach gewählter Route kann man natürlich kürzen oder verlängern. Der Gummibärli-Konsum ist hier definitv am grössten, da es kein wirklich Kinderweg ist. Aber hey, DIE AUSSICHT!

Wandern mit Kindern – ein Fall für Gummibärchen.

 

WETTBEWERB (beendet) Tageskarten für die Rigi

Extra-Tipp Rigi von Rahel

Auf der Rigi ist das ganze Jahr was los. Bei Sommertemperaturen wandert man durch kühle Wälder hinauf, bei winterlichen Temperaturen schlittelt man coole Pisten hinunter. Zu den Talbahnen der Rigi gelangt man per Schiff, Auto oder ÖV.
Und genau, Talbahnen – Mehrzahl. Auf die Rigi kommt man, nebst den vielen Wanderwegen zu Fuss, mit verschiedensten Zahnrad- oder Luftseilbahnen.

Auch das Angebot ist vielfältig. Märchennachmittage, Schwingete, Brunch, Seilpark, Seilbahnromantik, Kutschenfahrten, geführte Wanderungen, Schlittelwege, Winterwanderungen um nur einige zu nennen.

Als Familie lieben wir es, die verschiedenen Spielplätze auf der Rigi zu erkunden. Wir parken meist an der Seilbahnstation in Weggis und nehmen die Gondel auf Rigi-Kaltbad. Unweit vom Dorfplatz liegt ein wunderschöner Naturspielplatz. Austoben, abkühlen und abends müde ins Bett fallen. Was will man bzw. Mama mehr?

An einer der vielen Grillstellen kann man Wurst und selbst gemachtes Schlangenbrot mit Blick auf das schöne Bergpanorama zu geniessen. Die Restaurants sind kinderfreundlich (Hochstühle, Malzeug, Kindermenüs, etc. sind meist vorhanden) und das wohlverdiente Eis belastet das Familienbudget nicht allzu sehr. Überhaupt gibt es für jedes Budget das passende Restaurant. Vom Gourmet Restaurant bis zum einfachen Stübli. Wir lieben es gutbürgerlich im Gratalp Stübli. Bargeld nicht vergessen – Kartenzahlung ist in vielen Bergrestaurants nicht möglich.

Besonders geschätzt haben wir die kinderwagentauglichen Wanderwege. Gerade auf der Seebodenalp können Familien mit Kinderwagen oder rollstuhlgängigen Familienmitgliedern die Berge erkunden. Mehr Infos findet auf der Website der Rigi Bahnen AG.

Als Familie gehen wir oft nach dem Mittag mit der Seil – oder Zahnradbahn hoch, zurück geniessen wir eine Wanderung talwärts.

Nur für Eltern: Das Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad lässt Eltern das ganze Jahr entspannen.

Tipp: Juli und August reisen Kinder bis 16 Jahre gratis mit den Bahnen der Rigi Bahnen AG.

Entdeckt die wunderschöne Rigi und gewinnt 5x 2 Tageskarten!
Wettbewerb endet am Samstag, 6.7.2019. (Wettbewerb beendet)

 

Teilnahmebedingungen:
Wer mitmacht, erklärt sich automatisch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung möglich.
Der Gewinner wird per Email oder Social Media kontaktiert.

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