Skiferien mit Kindern in der Aletscharena, Bettmeralp – unsere Tipps

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Aletsch Arena

Als wir mit unseren zwei beladenen Gepäckwagen Richtung Gondelbahn fuhren, zweifelte ich mehr denn je an unserem Vorhaben: So viel Gepäck für eine Woche Skiferien mit Kindern?

Auf die Bettmeralp fährt kein Auto. Das 400-Seelen-Dorf (mit 5000 Touri-Betten) ist autofrei. Toll, wenn man mal eingenistet ist. Aber noch wissen wir ja nur, dass sich unser Chalet nicht direkt neben der Bergstation befindet. Wie die vielen Gepäckstücke also in unsere heimelige Dreizimmer-Ferienwohnung mit Ausblick auf die Berge finden würden, war mir ein grosses Rätsel – und ein leichter Stressfaktor.

Skiferien mit Kindern – letztes Jahr haben wir das als fünfköpfige Familie mit allen Kindern unter fünf gewagt. In diesem Jahr waren wir entsprechend gewappnet. Dachten wir. Eine Woche auf der Bettmeralp war geplant. Unser Ziel: Herauszufinden, warum die Bettmeralp mit dem Label «Familien willkommen» ausgezeichnet ist. Und für euch einen Beitrag mit vielen Tipps zur Skiregion zusammen zu stellen. Ob für Familienferien oder ein verlängertes Skiwochenende in der Höhe.

Anreise auf die Bettmeralp

Angesichts unseres Gepäckpacken-Vorgangs (ich bin Last-Minute-Packer) sind wir schlussendlich nicht per Zug sondern per Auto ins Wallis gereist. Für alle Voraus-Packer ist die Zugvariante natürlich ideal. Gepäck im Vorfeld aufgeben, entspannt anreisen und Gepäck auf der Bettmeralp in Empfang nehmen.

Für die Autofahrer: Die Parksituation bei Anreise mit Auto ist optimal gelöst. Tipp: Vor dem Parkplatz suchen direkt zum Lift hinfahren, der zur Talstation hoch fährt und da das Auto ausladen. Dann erst parkieren. So schleppt man das Gepäck deutlich weniger lange. Mit den vollen Gepäckwagen gelangt man danach bis auf die Bettmeralp.

Auf der Bettmeralp angekommen, strandet man direkt am «Taxi-Stand», wo man ohne Probleme ein Schneetaxi findet, welches das Gepäck – und je nach Grösse auch die Familie – direkt in die Ferienwohnung fährt (Kostenpunkt ab 30.-CHF). Wie easy ist das denn? Alle Sorgen, die ich mir im Vorfeld gemacht hatte: Umsonst.

Einzige Komplikation: Unser Taxi hatte nur Platz für zwei. Mit dem mitgebrachten Bob und zwei Kleinkindern und ohne den Ort zu kennen, war die Gehroute, die Google mir vorgeschlagen hat – stellenweise abartig steil. Glaub das einzige Mal, wo GoogleMap mich bisher falsch beraten hat. Tipp hier: Es lohnt sich, entweder die ‘untere Hauptstrasse’ oder die ‘obere Hauptstrasse’ zu wählen, da diese leicht begehbar, eher breit und nicht so steil sind.

Fortbewegung im Ort selber

Eingekauft wird direkt auf dem Heimweg von der Skipiste. Oder mit dem Schlitten. Mittels Kufen erreichbar sind Coop, Volg, Bäckerei und Metzgerei – sprich: einkaufstechnisch werden alle Bedürfnisse von Familien gedeckt. Einzig darauf muss man sich gefasst machen: Dass die Schlepperei, die man gemeinhin von Skiferien mit Kindern kennt, halt auch neben der Skipiste weitergeht. Man überlegt sich tatsächlich zweimal, ob man jetzt 1,5l Cola Zero kauft, oder sich auf die 0,5l beschränkt. Schliesslich muss jedes Gramm je nach Lage der Ferienwohnung rauf oder runter transportiert werden.

Aletsch Arena-App

Sehr gäbig, die Aletsch Arena-App. Die App ist kostenlos und bietet schnellen Zugang zu allen möglichen Informationen. Einfach zu bedienen und praktisch. Insbesondere der Mountain Navigator ist eine coole Funktion. Man kann seine gewünschte Route und den gewünschten Schwierigkeitsgrad (Blau, Rot, Schwarz) innerhalb des gesamten Skigebietes angeben. Der Navigator loots einen in Google-Manier durch das Gebiet. Der Papa war bei einem plötzlichen Strumeinbruch zwischen der Fiescher- und der Bettmeralp ganz schön froh, die App nützen zu können. Hat ihn einwandfrei in die warme Chaletstube zurück gebracht.

Skischule

Der Snowli winkt auch von der Bettmeralp. Das Skischulbüro ist im Dorfzentrum gelegen. Man wird freundlich begrüsst und wie eigentlich überall auf der Bettmeralp kommt auch im Skischulbüro keine «Massentouri-Stimmung» auf – sehr sympathisch.

Der Sammelort für den Gruppenunterricht befindet sich im Skigebiet selbst. Kinder, die noch gar nicht Skifahren können, werden mit dem Skischul-Taxi kostenlos an vordefinierten Stationen abgeholt (Begleitung bezahlt CHF 5.00 pro Fahrt). Wer nicht mit dem Taxi fährt: Je nach Lage der eigenen Behausung und Fähigkeit der Kinder zu Skifahren, kann der Weg zum Sammelpunkt zum Spiessrutenlauf verkommen (wir sprechen aus Erfahrung, allerdings mit Kindern, die eben noch nicht gut genug Skifahren), das Schneemobil lohnt sich definitiv. Treffpunkt für Einzelunterricht kann individuell festgelegt werden.

Den Unterricht haben wir als professionell und kindergerecht erlebt. Leider blieb bei unseren Kindern die grosse Motivation fürs Skifahren trotzdem aus. Zumal 2/3 der Kids für 2/3 der Skiferien krank war.

Um so besser hat die Bettmeralp viele Alternativen zu bieten. Ein kleines Best-of für neben der Piste:

Erlebnisse auf der Bettmeralp mit kleinen Kindern
Bergfrühstück auf dem Bettmerhorn

Im Panoramarestaurant Zmörgele ist definitiv ein Highlight. Die erste Gondel fährt um 9.00 Uhr – mit unseren Frühaufstehern waren wir prompt fünfzehn Minuten zu früh…

Voilà, das Beweisfoto. Wir – zwangsläufig Earlybirds – stehen in der Frontrow für die erste Gondel.

Serviert wird ein umfassendes Frühstück mit grosser Fleisch- und Käseplatte, Frühstückseier mit Speck und viel Aussicht.

Wer kann da widerstehen?
Nachdem die Kinder fertig gegessen hatten (wir Eltern natürlich noch nicht), erhielten sie eine riesige Farbschachtel und Maskottchen Gletschi zum Ausmalen. Und wir noch etwas entspannte Frühstückszeit.

Nach dem Frühstück kann man noch einen Blick auf den Gletscher werfen oder durch die Ausstellung zum Thema Gletscher schlendern, die sich ebenfalls auf dem Bettmerhorn befindet.

Das die Aussicht auf den schneebedeckten Gletscher, wo auch Gletschi – Maskottchen der Aletsch Arena – beheimatet ist.

Die Ausstellung selbst besteht inhaltlich vor allem aus Puppen mit Accessoires aus der damaligen Zeit, die in wählbarer Sprache Geschichten rund um den Gletscher erzählen. Da unser Kleinkind bereits bei der ersten Puppe eine Panikattacke kriegte, haben wir von der Ausstellung leider nicht ganz so viel mitgekriegt. Highlight für unsere Kinder: Die anfassbare ‘Eiswand’.

Und nicht nur richtiges Eis kann man berühren, man kann auch durch eine Gletscherspalte gehen – blickt man hinauf, sieht man einen Gleschterforscher, der zu einem herunter guckt. Schreck lass nach für K3 🙂
Gletschi-Tour / Schlitteln auf der Moosflueh

Ab Winter 2020 wird die sogenannte Gletschi-Tour vor Ort optisch weiter ausgebaut und auch digital begleitet. Benannt nach dem blauen Gletscherfloh «Gletschi» dem Maskottchen der Aletsch Arena, sind viele Pisten und Aktivitäten markiert, die für Familien geeignet sind. So beispielsweise die Schlittelpiste auf der Moosflueh oder das Snowtubing bei der Bättmer Hitta (sh. Extrabericht).

Snow Tubing bei der Bättmer Hitta

Snow Tubing ist eine grossartige Aktivität mit kleinen (und grossen Kindern). Die drei Bahnen mit je einem Ring können gratis genutzt werden und sind Teil der Gleschti-Tour. Hin kommt man per Sessellift Wurzenbord. Die beim Lift anwesenden Helfer waren grossartig und haben uns mit den drei Kindern und einem Schlitten umfassend geholfen. Total entspannt, ist man sich als Familie sonst gar nicht gewohnt.

Achtung, wir haben gelernt: Kleine Kinder IMMER so auf dem Sessellift platzieren, dass sie je ein Bein rechts und links der Halterung haben. Also so wie abgebildet: NICHT..

Nach dem Lift geht es rund zehn Minuten zu Fuss hinunter zur Bättmer Hitta, wo sich die drei Snow Tubing Bahnen befinden. Rund 200m lang, gerade steil genug für etwas Tempo, aber so, dass man als Helikoptermutti nicht gleich das Herz in der Hose hat, wenn das Kindergartenkind alleine runtersaust.

Kleiner Stressfaktor: Der Retourweg. Den gibt’s nämlich nur zu Fuss (ausser man fährt Ski). Für Eltern geht’s gefühlt eine halbe Stunde steil bergauf. In Tat und Wahrheit sind’s maximal fünfzehn Minuten, also eigentlich ganz okay. Danach über den Grat und anschliessend nur noch abwärts. Dafür zum Teil sehr steile Stellen. Wir haben die Kinder in Schlitten und Trage transportiert. Waren deshalb innert dreissig Minuten, respektive 45 Minuten wieder im Dorf. Der letzte Teil, der durch den Wald führt, ist absolut schön und empfehlenswert. Auch für einen Spaziergang sonst mal.

Hallenbad

«Mama, gehen wir mal wieder in das Hallenbad, weisst du, das in den Bergen?», fragte das Kind gerade erst wieder. Damit schlägt das Hallenbad in der Sporthalle Bachtla sogar das Westside im familieninternen Ranking… Rund dreissig Grad Aussentemperatur, die Wassertemperatur ebenfalls sehr warm: Das perfekte Alternativprogramm zum ständigen Draussen sein. Hat für die Kleinsten ein wirklich warmes Becken. Für die Grösseren sogar eine Indoor-Rutschbahn. Und die Eltern können derweil im Whirlpool entspannt ihren Nachwuchs unter Kontrolle behalten. Mit der Gästekarte (erhältlich beim Info-Center) gibt es zudem Rabatt auf den Eintritt.

Schlittschuhlaufen

Haben wir selber nicht gemacht. Nur beobachtet, wie täglich das Eis vom Schnee gereinigt wurde. Das Eisfeld ist nicht ganz so gross wie ein reguläres Eisfeld, dafür an der frischen Luft und umringt von hohen Schneemassen. Schlittschuhe können an der Rezeption der Sporthalle gemietet werden. Schöne Alternative zu sonstigen, sportlichen Aktivitäten.

Indoor-Spielhalle / Sporthalle (Gumpischloss)

Ein Gumpischloss! Kann so ziemlich alles. Und so eines hat es in der Sporthalle des Sportzentrums Bachtla. Ausserdem vorhanden: Bobbycars, Fussballtore und sogar ein Tisch zum Käffele. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist und eine Indooralternative zum Schneeprogramm draussen sucht, findet hier eine tolle Abwechslung. Wichtig zu wissen: Die Halle ist spärlich geheizt. Also Kinder und sich selbst warm anziehen.

Grosses Plus der Bettmeralp für Familienferien
  • Mietservice für Familien: Grossartig! Alles, was man mit Baby und Kleinkind braucht, kann man für wenig Geld direkt vor Ort mieten. Hochstuhl, Wandertrage, Babyphone oder Schoppenwärmer. Lassen sich im Voraus reservieren und können danach gleich im Infocenter abgeholt werden.
  • Ludothek: Ebenfalls im Infocenter stehen viele Spiele und Kinderbücher zum Ausleihen parat. Perfekt, um die Abendstunden mit den Kindern abwechslungsreich zu gestalten.
  • Kinderanimationsprogramm am Nachmittag: Jeden Nachmittag können die Kinder etwas Besonderes erleben oder herstellen. Stockbrotbräteln, Schafe im Schnee besuchen oder T-Shirts bemalen. Infos zum aktuellen Kinder-Programm findet ihr auf www.aletscharena.ch
  • Weite, blaue Pisten für Skianfänger: Ideale Pisten für Kinder, die die «Pizza» aka das Stemmbögelen beherrschen. Breit und nicht zu steil. Die Sessellifte sind mittels Rollband ganz einfach zu bedienen. Auch Fortgeschrittene kommen auf ihre Kosten. Die Altescharena bietet auf 104 Pistenkilometer unzählig Varianten und Verbindungen zwischen der Moosflueh, Bettmerhorn und Eggishorn. Atemberaubende Aussichten inklusive.

  • Autofrei: Weil das ganze Dorf autofrei ist, ist das Flanieren mit Kindern entspannter. Überall sind Schneehaufen oder es ergeben sich Adhoc-Hosenboden-Schlittelpisten eine kleine Steigung hinab. Einziger Wermutstropfen: Auf beiden Hauptachsen sind relativ viele Schneemobile unterwegs. Ausserdem Skifahrer, die sich und ihre Fahrgeschwindigkeit zuweilen leicht überschätzen.
  • Alles vorhanden: Obwohl die Alp nur via Godelbahn versorgt wird, findet man alles, was man für ein oder zwei Wochen Urlaub braucht. Volg und Coop für Babyprodukte. Apotheke mit Medis für kranke Kids. Alles. Wir haben die Bedienungen in sämtlichen Geschäfte als sehr unkompliziert, sympathisch und authentisch erlebt.

Na, Lust gekriegt auf etwas Bettmeralp oder generell die Berge?
Gemeinsam mit der Aletsch Arena verlosen wir drei Nächte in einer Ferienwohnung in der Aletsch Arena für zwei Erwachsene und zwei Kinder (oder weitere, eigene Kinder). Gültig für diesen Sommer oder die Wintersaison 2019/2020.

WETTBEWERB BEENDET

 

Teilnahmebedingungen:
Wettbewerb endet am Donnerstag, 28. Februar 2019.
Wer mitmacht erklärt sich automatisch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung möglich.
Der Gewinner wird per Email kontaktiert.
Eure Emailadressen werden im Rahmen des Wettbewerbs ausschliesslich der Aletsch Arena weitergegeben.

Und falls ihr die Skiferien mit Kindern noch vor euch habt, haben wir für (und mit) euch die besten Tipps zusammengestellt.
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