Was Mütter über 50 wissen wollen – und wissen müssen

Welche Fragen beschäftigen Mütter über 50?
Eine nicht ganz vollständige Zusammenstellung.

Wo gehe ich mit dem schlaffen Busen hin? Stecke ich ihn nur in die Unterhose oder gleich in die Socken?

Antwort: Du hast zwei gesunde Hände. Man darf zeigen, was man hat.

Soll ich die Haare weiterhin färben. Grau? Mit rotglühenden Strähnchen?

Antwort: Tu, was dir Freude macht.

Brauche ich eine Lidstraffung? Oder besser eine getönte Brille?

Antwort: Brillen sind oft teurer als eine Lidstraffung.

Werden eigentlich meine Ohren grösser? Oder der Kopf kleiner?

Antwort: Grüble nicht, kaufe tollen Ohrschmuck oder lass die Haare wachsen.

Weitet sich die Nassrasur der Beine aufs Gesicht aus, oder bilde ich mir das nur ein?

Antwort: Sieh der grauenhaften Realität ins Gesicht und bewaffne dich. Mit einer Pinzette und einem 10-fachen Vergrösserungsspiegel.

Sport oder Sahnetörtchen?

Antwort: Irgendwann muss man sich zwischen Figur und Gesicht entscheiden. Cellulite kann man verstecken, das Gesicht nicht.

Wird mein Mann auch dann noch bei mir bleiben, wenn ich wie ein schrumpeliger Apfel aussehen werde?

Antwort: Das will ich hoffen, sonst wird ihn das kosten.

Muss man jetzt noch Sex haben?

Antwort: Man darf im Bett auch einfach nur ein Kreuzworträtsel lösen.

Darf ich mir eine Putzfrau zulegen, wenn mir dauernd die Schulter weh tut?

Antwort: Denke endlich mal an dich selbst.

Werden die Kinder und Enkel mich regelmässig besuchen, falls ich ins Seniorenheim muss?

Antwort: Das hofft jeder und wünschen sich alle.

Ist es schon Zeit, den Lebenslauf für die Beerdigung fertig zu machen?

Antwort: Mach es wie meine Schwiegermutter. Schreib ihn bis zum jetzigen Zeitpunkt fertig und lass ihn die Kinder beendigen.

Muss ich eine Patientenverfügung erstellen?

Antwort: Ja, es erspart den Kindern Entscheidungen, die sie belasten könnten.

Wird meine mickrige, frauenspezifische Rente reichen, um in Würde steinalt zu werden?

Antwort: Laut den offiziellen Stellen – nein. Aber Gott wird es richten. Du hast Jahre umsonst geschuftet.

Wird man mich als alte Frau auch noch anständig behandeln?

Antwort: Man muss. Ich habe dem Staat gratis neue Bürger und Steuerzahler geschenkt.

Sehe ich noch einigermassen passabel aus?

Antwort: Es könnte schlimmer sein. Und – es geht auch ohne Spiegel.

Ist es okay, mich nicht mehr immer allen anpassen zu wollen?

Antwort: Mach endlich, was du schon immer tun wolltest, bevor du es nicht mehr kannst.

Darf man getrost nein sagen, wenn einem etwas zuwider oder zu viel ist?

Antwort: Sei endlich ehrlich. Zu dir selbst und zu anderen.

Lebe endlich.

Diese Liste hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Falls ihr Fragen oder entsprechende Antworten habt: Unbedingt sehr gerne im Kommentar festhalten!

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Redaktionsassistentin, Autorin, Mutter von drei erwachsenen Kindern und Oma einer Schulkind-Prinzessin und eines süssen kleinen Enkels. Schamgefühle sind nach so einer Mutter-Karriere wie der ihren kein grosses Thema mehr. Sie hat nicht immer Recht. Aber sie liegt selten falsch.

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