Kreatives Kinderznüni gefragt

Dieser Beitrag entstand in  Zusammenarbeit mit Hero Baby

Mein Kind feiert seinen Glückstag in der Spielgruppe. Glück für das Kind. Es kriegt ein Special Treatment in Form von Aufmerksamkeit und Geschenk und darf zudem einen Elternteil – letztes Mal der Papa, diesmal ich – in die Spielgruppe mitnehmen.

Ich war auch glücklich.

Bis zu jenem Moment, in dem ich auf dem winzigen Stuhl am Znünitisch Platz nehmen musste. Meine Beine so verrenkte, dass ich den Stuhl annähernd an den Tisch rücken konnte. Und dann zusah, wie alle Kinder ihre Znüniboxen aus ihren Rucksäcken packten.

Bloss mein Kind nicht.

Mein Kind hatte zwar sein Znüni dabei. Aber keine Znünibox. Sondern nur einen Rucksack.

Es ist nicht so, dass ich zuhause im Schrank keine Snackboxen hätte. Aber bisher kam mir nie die Idee, dass Kinder in der Spielgruppe ihr Essen aus Znüniboxen essen.

Wie konnte mir diese wichtige Tatsache nicht geläufig sein?

Und es ist nicht nur die Znünibox. Nein.

Während mein Sohn sein Essen direkt aus dem Rucksäckli zog. Ein Quetschie, ein oder zwei Reiscracker und Wasser. Solid. Währenddessen also, öffneten die Kinder rund um den Tisch ihre Znüniboxen. Und da eröffnete sich ein ganz neues Level.

Kreatives Kinderznüni für Spielgruppenkinder gibt es nicht nur auf Pinterest sondern wohl auch im realen Leben.
Nur bei mir (bisher) nicht.

Üblicherweise schmiss ich meinem Kind auf den letzten Metern und in den letzten Minuten vor Beginn der Spielgruppe das in den Rucksack,

  • was grad im Schrank war
  • was es sicher mochte und essen würde
  • was wenig Flecken verursacht

Und manchmal auch, worauf es gerade Lust hatte («Mandarindli!!!» – «Aber Kind, die magst du doch gar nicht!» – «Molll, der Noé hat auch immer Mandarindli». Zwei Stunden später nach Spielgruppenschluss finde ich im Rucksack das Mandaridli. Übel zugerichtet, aber – könnte man es noch zusammensetzen – vollständig vorhanden).

Jetzt also diese Snackboxen.
In meinen Augen nicht mal übertrieben fancy, aber definitiv schick gefüllt:

  • Pancroc-Butter-Sandwiches, in hübsche, kleine Ecken geschnitten
  • Mozzarellasticks
  • Mini-Gurken-Sandwiches mit frischer Kräuterquark-Füllung
  • Handverlesenem Nuss-Rosinen-Mix
  • Drei verschiedenen Keksen, hübsch gestapelt
  • Karotten- und Gurkensternchen
  • Tomaten-Mozarella-Kügelchen
  • Fruchtspiessli
  • Käsesticks

Es gab auch Kinder, die hatten ganze Früchte dabei. Aus denen die Spielgruppenleiterin Dinge zauberte, die am Tisch für grosse Begeisterung sorgten.

Mein Kind mit seinen soliden Zutaten und den bereits pürierten Früchten (da liess sich definitiv nichts mehr basteln draus) war sowas wie der Looser am Tisch.

Was soll ich sagen?

    

 

Das nächste Mal hatte mein Kind eine Znünibox im Rucksack.

Und auch bezüglich Inhalt nahm ich mir vor, mich etwas mehr anzustrengen als bisher. Irgendwie habe ich die Wichtigkeit des Znünis, vor allem dessen Form, unterschätzt.

Doch gopffriedli, ist die Herstellung eines kreatives Kinderznünis anstrengend!

Es war ja nicht so, dass es mir an Ideen gemangelt hätte. Aber das Kind – eben eher Rosinenpicker als Allesfresser. Und Rosinen mochte es grad auch nicht. Es machte mir einen dicken Strich durch die «Ich bin eine perfekte Mami und habe alles (insbesondere das Essen meiner Kinder) tiptop im Griff»-Rechnung.

Man kann nicht sagen, dass ich es nicht versucht hätte.

Ich habe kleine Sandwiches gebastelt. Habe mich bemüht, querbeet alles einzukaufen, was in so eine Box reinpasst und von (m)einem Kind gemocht werden könnte. Kreatives Kinderznüni halt. Doch allermeistens gab es nach Spielgruppen-Ende, egal wie schön die Verpackung war, ein«Return to sender». Bestrichenen Guetzli wurde die Füllung abgeleckt, der Rest kam zurück in die Box oder schlimmer: in den Rucksack. Bananen wurden von der Spielgruppenleiterin kreativ bearbeitet. Und dann in dieser Form unverändert wieder im Rucksack verstaut. Ganze Äpfel fand ich angegessen oder zerschnitten in der Box, fröhlich durcheinander gemischt mit Brösmeli der Mini-Pizzas aus dem Minisäckchen.

Also habe ich beschlossen, meine Zeit lieber in anderes zu investieren. Und für mein auf kreatives Kinderznüni unempfängliches Kind back to basic zu gehen. Selbst wenn mein Mami-Image an dieser Stelle leichte Kratzer erleiden wird.

Denn was ich am Znünitisch der Spielgruppe ebenfalls festgestellt habe – Glück für mich:
Egal wie hübsch das Znüni daherkommt, gegessen wird auch bei der kreativsten Znünibox maximal die Hälfte der Zutaten.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Hero Baby, deren Kinderznüni das ist, was mein Kind aktuell braucht:
Solid in jeder Hinsicht.
Verschönert wurde unser Photoshoot-Znüni zudem dem tollen Liewood Bambus-Geschirr aus dem Onlineshop Little Vikings. Den coolen Piraten-Esslatz des Babys findet ihr ebenfalls dort.

Kreatives Kinderznüni hinterlässt immer auch kreatives Chaos. Nach der Fotografin kam dann die Putzfrau. Also ich.

 

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Hat nicht nur den Master in Psychologie. Sondern ist auch Master im Desaster, was ihr als Aufsichtsperson eines Fünf-, einer Drei- und eines Einjährigen sehr gelegen kommt. War mal Journalistin in Zürich, jetzt ist sie freischaffende Mutter in Bern.
Mehr zur Journalistin: autor.in

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