Familienbett einrichten. Wie geht das?

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Ecolignum und Emma Matratzen Schweiz*

Familienbett einrichten. Wie geht das? Wir haben euch hier einen Überblick erstellt, wie wir vorgegangen sind, worauf wir Wert gelegt haben. Zudem haben wir ein, zwei Ideen zusammengestellt, die dafür sorgen, dass das Familienbett nicht nur zum Schlafen praktisch ist.

Das Bettgestell
Schick, solid und bezahlbar: Bettgestell von Ecolignum | Bilder: Vanessa Käser

Natürlich kann man alles selber bauen. Anleitungen dafür gibt es im Internet genug. Wir haben uns jedoch für ein solides Bettgestell entschieden. Fündig geworden sind wir beim deutschen Hersteller Ecolignum. Wir können diese Betten wärmstens empfehlen. Das verwendete Holz stammt aus europäischen und nachhaltigen Förstereien und wird in Deutschland verarbeitet. Je nach Platzbedarf und Platz im Zimmer kann man wählen zwischen den Grössen 2.40m, 2.70m, 2.80m und 3.20m. Auch möglich sind Betten in Überlänge, die dann zwischen 2.10 und 2.20m breit sind.

Wir haben uns für die Breite von 2.70m entschieden. Nicht zu gross, aber diese zusätzlichen 70 Zentimeter können viel. Ein weiterer Vorteil ist, dass Standard-Matratzen so darauf passen.

Der Rausfallschutz von Ecolignum ist Gold wert. Ich verweise auf eingeschlafene Arme und Wachzustand, aus Angst, dass ein Kind aus dem Bett fällt.

Die Matratzen

Bei der Grösse von 2.70m des Bettgestells wählten wir eine 1.80er und eine 90er Matratze. So können wir die Matratzen allenfalls später für Betten normaler Grösse wieder verwenden.

{Werbung} Die Emma Matratzen erfüllten alle nötigen Kriterien. Der Liegekomfort ist dank stützendem Kaltschaum überall sehr gut (ja, ich schlief auch schon in einer Ecke und es fühlte sich bequem an). Den Spalt zwischen den beiden Matratzen bemerkt man beim Liegen kaum und wir mussten auch noch nie ein Kind da rausfischen. Die Matratzen lassen sich bequem online bestellen, man darf sie 100 Tage Probeschlafen und kann sie retournieren, falls sie doch nicht passen sollten. Und mit 10 Jahren Garantie stehen die Chancen gut, dass wir sie auch noch in der Post-Familienbett-Aera werden benutzen können.
Sinnvoll sind Matratzen, die den Körper überall stützen und für alle Schlaftypen geeignet sind. Schliesslich ist es bei einem Familienbett selten so, dass alle hübsch aufgereiht in genau der Position schlafen, für die die Matratzen aufgebaut sind. Entsprechend wählten wir Matratzen mit stützendem Kaltschaum. Ein weiterer Gedanke war die Sache dem berühmt berüchtigten Spalt zwischen zwei Matratzen, der Körperteile schluckt oder generell das Liegen unbequem macht. Wer herkömmliche Matratzen hat, kann sich eine sogenannte Liebesbrücke kaufen. Bei den Emma Matratzen, die wir benutzen, ist dies jedoch nicht nötig.

 

Die Ablage
Eine Bilderleiste von Ikea dient als Ablagefläche für Brille, iPhone, Deko, etc.. | Bilder: Vanessa Käser

Anders als beim klassischen Ehebett, bei dem allermeist ein Nachttisch links und rechts platziert ist, ist die Ablagefläche bei einem grösseren Familienbett nicht mehr so einfach zuteilbar. Zumal meistens ein Elternteil oder beide eher mittig schlafen. Wohin mit der Brille? Dem iPhone? Büchern oder sonstigen Utensilien, die man rund ums Bett benötigt. Wir haben deshalb eine schmale Ablage oberhalb des Bettes angebracht. Dazu haben wir Bilderleisten von Ikea verwendet und eine der Leisten von einer Schreinerei passend zusägen lassen (war gratis). Zudem – und das hat perfekt funktioniert – mussten wir mit einer Laubsäge eine Aussparung für den Lichtschalter aussägen. Die angesägte Stelle haben wir mit Lack übersprayt. Merkt keiner. Sieht alles picobello aus.

Etwas aufwändiger war das Anbringen der Leisten. Man könnte je nach Wandbeschaffenheit auch diese ultrastarken Kleber als Befestigung wählen, schliesslich liegt die Leiste auf dem Bett auf und erhält so zusätzlich Stabilität. Man spart Bohrlöcher und senkt die Wahrscheinlichkeit, dass eben jene Bohrlöcher am Schluss doch nicht so angebracht sind, dass die Leiste hübsch horizontal auf der Bettkante liegt. Passiert den Besten.

Ein zusätzlicher Nebeneffekt, den ich liebe: Wir nutzen die Ablage nicht nur praktisch, sondern haben dadurch gleich eine Möglichkeit, den Raum optisch zu verschönern, indem wir Bilder (oder Kerzenlichter) darauf stellen.

Das Lichtkonzept

Auch die Lichtlösung ist nicht mehr klassisch auf den Nachttischchen zuhause. Je nach Haus hat man Glück und an der Wand befinden sich bereits zwei pasesnde Stromquellen für Lampen. Ist das der Fall, kann man das Bett eventuell einfach etwas rumschieben, tolle Lampen anbringen und alles passt. In unserem Fall haben wir zwar den Lichtschalter fürs Deckenlicht direkt über dem Bett. Jedoch keine Leselampen oder Licht, das etwas Atmosphäre schafft. Gelöst haben wir’s mit zwei Wandlampen, deren Kabel wir durch die Ablage gezogen und unten ganz normal in eine Steckdose gesteckt haben. Man könnte allenfalls mit Lichtleisten arbeiten. So oder so finden wir es sehr praktisch, hat jeder immer noch seine eigene «Nachttischlampe».

Die Bettwäsche
Schöne Bettwäsche sorgt für ein stimmiges Bild im ganzen Schlafzimmer (diese hier ist von #lavie) | Bild: Vanessa Käser

Ein Duvet für alle. Soooo Familienbettfreaks sind wir nicht. Zumal wir in unserer Familie Menschen haben, die sich partout weigern, mit Duvet zu schlafen. Aktuell finden wir drei Duvets praktisch. Teilen erlaubt. Wird einem der Kuschelfaktor too much, kann man ein Kind (das, welches Duvets mag) immer noch unter ein eigenes Duvet verfrachten. Selbiges gilt für die Kissen.

Die Bettwäsche auf den Bildern ist vom Schweizer Label #lavie. Ein wirklich gutes Kuschelfeeling, zudem sorgen die 100% Bio-Baumwolle und die Herstellung in Portugal zusätzlich für ein gutes Gefühl. In die Designs haben wir uns total verliebt. Reinschauen lohnt sich.

Die Extras
Diesen Mehrfachstecker haben wir bei Ikea gekauft, das Kabel durch ein Bohrloch durch die Ablage gezogen. So hat man eine saubere Sache. | Bilder: Vanessa Käser

Nebst Bildablage und gutem Lichtkonzept fehlte noch etwas zum Glücklichsein: Ein iPhone-Ladegerät IM und nicht neben dem Bett. Wir haben einen Dreifach-Stecker bei Ikea gekauft. Bei unserem Bettmodell wäre es auch möglich, den Stecker einfach irgendwo am Rahmen festzukleben, und die Kabel da einzustecken. Ich fand die Lösung, dass das Ladegerät (gekauft bei Ikea) auf der Ablage festgeklebt wird und das Kabel durch ein Bohrloch im Nirgendwo verschwindet, schicker.

Bei beiden Varianten kann man in schlechten Schlafphasen nachts Akkuladen und Instagram checken gleichzeitig. Wer das Telefon als Wecker benutzt, lädt über Nacht und hat das klingelnde Telefon früh morgens grad in Griffweite. Würde es an der Bettseite deponiert, müsste man sich erst über Kinder drüberwälzen, um das Klingeln abzustellen. Keine gute Idee, wenn man noch etwas snoozen will…

Die Praxis
Familienbett, wie geht das? Mal gut, mal weniger gut. Bericht aus dem Alltag HIER. | Bild: Vanessa Käser

Was sich davon bewährt: Nun, so ziemlich alles. Abgesehen davon, dass mir frühmorgens mal eins der grossen Bilder auf den Kopf gefallen ist… (Kabelwirrungen als Ursache, inzwischen behoben). Weitere Tipps fürs Installieren des Familienbetts (inklusive eurer Bilder) nehmen wir sehr gerne in den Kommentaren entgegen.

*Deklaration: Die im Beitrag genannten Firmen haben uns die entsprechenden Produkte zur Verfügung gestellt – unsere Empfehlungen basieren aber auf unserem persönlichen Empfinden und Erleben, wir haben das ganze Familienbett-Setting selber zusammengestellt.

Weitere Bilder des Familienbett, so wie ein Bericht über «Familienbett, wie geht das? Der Alltag» findest du HIER.

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Hat nicht nur den Master in Psychologie. Sondern ist auch Master im Desaster, was ihr als Aufsichtsperson eines Fünf-, einer Drei- und eines Einjährigen sehr gelegen kommt. War mal Journalistin in Zürich, jetzt ist sie freischaffende Mutter in Bern.
Mehr zur Journalistin: autor.in

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