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Lieblingsjacke – treu ergeben

Abgelöste Fäden, aufreissende Nähte, Löcher und Reisverschluss-Pannen – 2016 sollten wir Mütter von so etwas verschont bleiben.

Als Mutter mache ich all das, was Mütter der vergangenen Jahrtausende ebenfalls gemacht haben. Zumindest fast alles.

Ich koche, wasche, putze, wiege Babys in den Schlaf, wechsele Windeln und versuche Unmögliches möglich zu machen: Trotzende Kleinkinder um Anstand, angenehme Lautstärke und Norm-korrektes Verhalten zu bitten.

Fast alles also, was meine Urahninnen ebenfalls bewältigen mussten. Bloss diese mussten nicht noch beruflich auf dem Laufenden bleiben, IT-Skills trainieren, Mamablogs stemmen und somit auch Facebook, Twitter und Co. beherrschen.

Weshalb es also entschuldbar sein sollte, dass ich weder Sticken, Häkeln, Nähen und Stopfen kann.

2016 müssen wir Mütter dieses Talent outsourcen.
Und das Überleben einer Lieblingsjacke sollte nicht von unseren handwerklichen Künsten abhängen.
Also müssen wir anderen handwerklichen Talenten blind vertrauen. Und zwar darauf, dass sie unseren Alltag nicht mit noch mehr Stress beladen, indem sie uns Fäden zumuten, die sich von einer Lieblingsjacke ablösen.

«Näh dir deine Kleider selbst.» Ist leider kein Werbemotto, das bei Müttern dieses Jahrhunderts noch zieht.

Wir stehen mehr auf bequeme Qualität, die uns den Alltag erleichtert. Und uns einen Teil unserer mentalen To-Do-Liste selbstständig erledigt.

Unsere Lieblingsjacke ist zum Glück kein flüchtiger Lebensabschnittspartner, sondern ein treuer Begleiter.

Die Winterjacke von Engelbert Strauss.

Mein Sohn hat eine Jacke dieser Marke seit zwei Jahren. Und es ist nicht nur toll mitzuerleben, wie er Winter für Winter aus den Ärmeln wächst. Sondern wie diese Ärmel alle Ticks meines Sohns überlebt hat.

Denn diese Ticks haben schon die ein oder andere Lieblingsjacke unter sich begraben.

LieblingsjackeWenn er nervös, aufgeregt oder fröhlich ist, beisst er sich liebend gern auf seine Ärmel. Wofür wir dankbar sind, da die Ärmel seinen geschwollenen Finger abgelöst haben. Es liegt also in der Natur der Sache, dass unsere Engelbert Strauss Jacke zwar im Ärmelbereich nicht mehr Hochglanz daherkommt, aber dafür mein Mutterherz erobert hat.

Denn sie ist uns bis heute treu geblieben.

Ich muss die Lieblingsjacke nämlich nicht aufgrund aufgelöster Nähte dem Massengrab anderer Jacken beigeben, sondern sie bleibt uns trotz der lästigen Angewohnheit meines Sohns erhalten.

Wärmt, schützt und blinkt uns im Winter und in der Dunkelheit durch die Welt.

Wer mit den Spleens unserer Familie und unseren speziellen Ansprüchen an Ärmel zurechtkommt, darf sich schon beinahe Mitglied nennen. Und hat es definitiv verdient, von uns weiter empfohlen zu werden.

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Autor

Mirjam ist Mutter von zwei wunderbaren und unvollkommenen Kindern, studierte Psychologin und arbeitet im Herzen des Emmentals als Hausfrau und freischaffende Journalistin.

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